Für Migranten

Tipps zur Existenzgründung für Migranten

Wenn Sie aus einem anderen Land stammen und sich in Deutschland selbständig machen möchten, ist Ihnen die Industrie- und Handelskammer gern behilflich. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Beratungsangebote nutzen. Die Auskünfte, Informationen und Beratungen sind für Sie selbstverständlich kostenlos.

Die folgenden Hinweise haben wir aus der Ausgabe „GründerZeiten 10 Existenzgründungen durch Migrantinnen und Migranten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft übernommen.

„Staatsbürger aus einem Nicht-EU-Staat, die nach Deutschland einreisen wollen, um sich selbständig zu machen, müssen einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel zum Zweck der selbständigen Gewerbeausübung bei der zuständigen Auslandsvertretung der Bundesrepublik Deutschland stellen.

Ausländern, die sich bereits in Deutschland aufhalten und eine Aufenthaltserlaubnis zu einem anderen Zweck als dem der selbständigen Tätigkeit besitzen, kann die selbständige Tätigkeit durch die Ausländerbehörde erlaubt werden.

Für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der selbständigen Tätigkeit muss ein wirtschaftliches Interesse oder ein regionales Bedürfnis bestehen. Zudem sollte die selbständige Tätigkeit positive Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft erwarten lassen und die Finanzierung der Umsetzung gesichert sein.

Die Beurteilung, ob diese Voraussetzungen gegeben sind, richtet sich nach der Tragfähigkeit der Geschäftsidee, der unternehmerischen Erfahrungen, der Höhe des Kapitaleinsatzes, den Auswirkungen auf die Beschäftigungs- und Ausbildungssituation und dem Beitrag für Innovation und Forschung. Dazu setzt sich die Ausländerbehörde vor ihrer Entscheidung mit den fachkundigen Körperschaften vor Ort, den zuständigen Gewerbebehörden, den öffentlich-rechtlichen Berufsvertretungen und den für die Berufszulassung zuständigen Behörden in Verbindung.

Ausländische Akademiker und Akademikerinnen, die an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule oder vergleichbaren Ausbildungseinrichtungen in Deutschland ihr Studium abgeschlossen haben oder als Forscher bzw. Wissenschaftler eine Aufenthaltsgenehmigung (§ 18 oder § 20) besitzen, können eine selbständige Tätigkeit aufnehmen, wenn diese im Zusammenhang mit ihren erworbenen Kenntnissen oder Tätigkeiten als Forscher oder Wissenschaftler steht.“

Link zum PDF "BMWI GründerZeiten 10"

Link  zur Arbeitsagentur "Existenzgründung durch Migranten"

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