Interdisziplinäres Symposium

Interdisziplinäres Symposium: Neue Perspektiven für die Stammzell-Medizin

Die biomedizinische Stammzellforschung hat mit der Möglichkeit der Differenzierung von Keimzellen aus embryonalen Stammzellen neue Perspektiven nicht nur für die Grundlagenforschung, sondern möglicherweise auch für die regenerative Medizin eröffnet. Damit werden auch neue Hoffnungen für viele chronisch Kranke geweckt. Die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft, die Akademie für Ethik in der Medizin e. V. (Sitz Göttingen) und das Evangelische Klosterforum Braunschweig laden Sie herzlich zu dem Symposium zu neuen Perspektiven der Stammzellforschung und –therapie aus der Sicht von Naturwissenschaft, Medizin, Recht und Ethik ein.

Seit der rechtlichen Regelung der bedingten Zulässigkeit der Grundlagenforschung an humanen embryonalen Stammzellen durch das deutsche Stammzellgesetz vom 28.6.2002 („hochrangige Forschungsziele", Vorarbeiten in Tiermodellen und voraussehbarer Erkenntnisgewinn ausschließlich an humanen embryonalen Stammzellen möglich) melden sich immer mehr Stimmen, die – zumal im Blick auf europäische Nachbarländer und EU-Forschungsprogramme – eine Novellierung des Stammzellgesetzes fordern, um eine freiere Forschung in diesem medizinisch vielversprechenden Feld zu ermöglichen.

Rechtlich wie ethisch ist zu klären, ob ganz frühe Entwicklungsstadien menschlichen Lebens, z. B. „überzählige" Embryonen aus In-vitro-Fertilisation, ebenso zu schützen sind wie der im Mutterleib wachsende oder der geborene Mensch. Oder bieten neue biotechnologische Verfahren Möglichkeiten der Gewinnung von Stammzellen ohne vorausgehende neue Embryozeugung?

Juristische und wissenschaftsinterne Regelungen müssen jedenfalls divergierende Positionen in Einklang bringen und ethische Grundwerte unserer Gesellschaft garantieren. Der Schutz des zur vollen Entwicklung fähigen Embryos muss gegenüber den Hoffnungen (zukünftiger) Patienten abgewogen werden. Hier ist der interdisziplinäre Dialog für einen gesellschaftlichen Konsens gefordert. Geht es doch nicht allein um die Zukunft innovativer Forschung, sondern auch um unser Menschenbild in der multikulturellen Gesellschaft.

Donnerstag, den 1. Februar  2007, 14:00 bis 18:00 Uhr
Kongress-Saal der Industrie- und Handelskammer Braunschweig

Bitte melden Sie sich zur Teilnahme an und benutzen dafür den  zum Herunterladen bereitgestellten Flyer.

Quelle / Ansprechpartner:

Prof Dr.rer nat. Dr. h.c. Joachim Klein
Präsident der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft
Fallersleber-Tor-Wall 16
38100 Braunschweig
Tel. (0531) 14466
Fax. (0531) 14460
e-mail: poststelle@bwg.niedersachsen.de

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Braunschweiger Zeitung vom 2. Februar
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