Mobil und trotzdem nachhaltig

14,1 Prozent des ausgestoßenen CO2 entsteht durch Autofahrten. Anlässlich des diesjährigen Earth Day (22.04.2018) unter dem Motto „Nachhaltige Mobilität hat Zukunft – Tempo für die lebenswerte Verkehrswende“ ruft der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) dazu auf, Verkehrsmittel den Anforderungen entsprechend und bewusst zu nutzen. Wie das geht, zeigt der Rat auf seinem Portal „Der Nachhaltige Warenkorb“.
 
Grundsätzlich sollten weniger Autos und mehr Fahrräder auf die Straße. Wann immer möglich, sollten Bus, Bahn oder auch Carsharing als Alternative zum eigenen Auto genutzt werden. Durch die bewusste Nutzung des Autos, bessere Auslastung und sparsames Fahren ließen sich in Deutschland jährlich rund fünf Mio. Tonnen CO₂ einsparen. Notwendig seien dafür nur kleine Änderungen in der täglichen Routine.  Eine davon ist es, gemeinsam Auto zu fahren. Denn die Umweltbilanz eines Autos fällt umso positiver aus, je mehr Personen das Auto gemeinschaftlich nutzen. Bei längeren Strecken lohnt es sich auch finanziell, über eine Mitfahrzentrale gemeinsame Fahrten zu organisieren. Fährt man zusammen, wird die Fahrt umwelt- und kostengünstiger – und es wären weniger Autos und damit weniger Staus auf den Straßen.
 
Wann immer möglich, sollten Pendler öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Bus- und Bahnfahren ist oft günstiger, wenn man alle Kosten für den Unterhalt des Autos einrechnet. Zudem kann man die Fahrtzeit produktiv oder zur Entspannung nutzen.
 
Für kurze Strecken ist es besser, Fahrrad zu fahren. Besonders in Städten sind sie die schnellere Alternative zum Auto. Wer Fahrrad fährt, bewegt sich und tut so etwas für seine Gesundheit. Auch für Berufspendler lohnt sich das Fahrrad. Immer mehr Arbeitgeber bieten ihren Angestellten Diensträder als Option zum Dienstwagen an.
 
Für alle, die nur gelegentlich ein Auto benötigen, ist Carsharing eine gute Alternative. Denn Autobesitzer nutzen ihren Wagen im Durchschnitt eine Stunde am Tag, die restlichen 23 Stunden steht das Auto ungenutzt herum. Es gilt die Faustregel: Für alle, die nur bis zu 10.000 Kilometer pro Jahr fahren und nicht jeden Tag ein Auto benötigen, ist Carsharing günstiger als ein eigener Pkw. Steigt die Zahl der Carsharing-Nutzer im Gegensatz zu der Zahl der PKW-Besitzer, entspannt sich im Stadtbereich dazu die Parkplatzsituation.
 
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung unterstützt mit dem Fonds Nachhaltigkeitskultur innovative Projekte und Ideen gesellschaftlicher Akteure, die unsere Alltagskultur nachhaltiger machen. Wie wird nachhaltige Mobilität Teil unserer Alltagskultur? Darum dreht sich der Ideenwettbewerb „Mobilitätskultur und Nachhaltigkeit“.

Die Bewerbungsfrist endet am 27.05.2018.
 
Der Nachhaltige Warenkorb
Nachhaltig konsumieren ist heute schon möglich: Wie es geht, zeigt der Nachhaltige Warenkorb des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Der Einkaufsführer weist auf nachhaltige Konsumalternativen hin und gibt mit Faustregeln Orientierung für konkrete Konsumentscheidungen zu Lebensmitteln, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik. Zudem bietet er Bewertungen von Siegeln und Produktkennzeichnungen. Der Nachhaltige Warenkorb wird jährlich unter wissenschaftlicher Begleitung aktualisiert. Er ist als Broschüre erhältlich und im Internet.
 
Kontakt/Quelle:

Projektbüro „Nachhaltiger Warenkorb“
c/o MediaCompany – Agentur für Kommunikation GmbH
Gunnar Hansen
Tel.: +49 30 2888453-12
E-Mail: kontakt@nachhaltiger-warenkorb.de 

Weitere Informationen/Links:

Ideenwettbewerb „Mobilitätskultur und Nachhaltigkeit“

Der Nachhaltige Warenkorb

Bestellung: Innovations- und Umweltnachrichten

 

 

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