Kommission gibt Vorschlag für "Horizont Europa" bekannt

Die Europäische Kommission hat zu Beginn des Monats Juni den detaillierten Plan für "Horizont Europa" als Nachfolgeprogramm des nur noch bis 2020 laufenden Forschungs- und Innovationsrahmenprogrammes "Horizont 2020" bekanntgegeben. Das geplante Budget steigt auf rund 100 Mrd. Euro. Im Zeitraum 2014 bis 2020 standen rund 80 Mrd. Euro zur Verfügung. 

Der Großteil der Mittel, 97,6 Mrd. Euro, gehen an das Programm "Horizont Europa", wovon wiederum 3,5 Mrd. Euro für den Fonds "InvestEU" abgehen. Zusätzlich sind 2,4 Mrd. Euro für das Euratom-Programm für Forschung Ausbildung im Nuklearbereich vorgesehen. 

Inhaltlich setzt der Vorschlag der Kommission auf Kontinuität und übernimmt viele der bewährten Programmlinien und Regeln. So wird beispielsweise die dreigliedrige Struktur des Vorgängerprogrammes übernommen: 

  • Die erste Säule umfasst den Europäischen Forschungsrat (ERC) sowie die sog. Marie-Sklodowska-Curie-Maßnahmen, 
  • in der zweiten Säule werden fünf Themen-Cluster zusammengefasst, denen in Zukunft besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden soll, z.B. "Gesundheit", "Digitales und Industrie" oder "Klima, Energie und Mobilität",
  • die dritte Säule soll marktschaffende und hoch-risikoreiche Innovationen sowie deren schnellen Transfer in marktfähige Produkte fördern, u.a. durch den Europäischen Innovationsrat (EIC).

Eine neue Klausel im Vorschlag sieht zudem vor, dass künftig Drittstaaten aus allen Teilen der Erde als Partnerländer an "Horizont Europa" teilnehmen können. Hiervon könnte insbesondere das Vereinigte Königreich nach dessen Austritt aus der Europäischen Union profitieren. 

Mit dem nun eingebrachten Kommissionsvorschlag beginnen die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament sowie dem Rat der Europäischen Union, im Rahmen dessen das Programm noch überarbeitet werden kann. 

Quelle: Europäische Kommission

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