EU-Kommission: Europas Innovationsfähigkeit gut, aber ausbaufähig

Die Europäische Kommission hat am 22. Juni 2018 den diesjährigen "Europäischen Innovationsanzeiger" (European Innovation Scoreboard in englischer Sprache) veröffentlicht. Danach sei die EU insgesamt zwar immer besser aufgestellt, angesichts wachsender Konkurrenz insbesondere aus Fernost seien jedoch verstärkte Anstrengungen notwendig.

Die "Gewinner" des Innovationsanzeigers mit den höchsten Zuwächsen an Innovationsleistung sind in diesem Jahr Malta, die Niederlande, Spanien sowie Schweden, das wie im Vorjahr an der Spitze steht. Im Durchschnitt stieg die Innovationsleistung in der EU seit 2010 um 5,8 Prozent. Im mehrjährigen Ranking folgen auf Schweden Dänemark, Finnland, die Niederlande, das Vereinigte Königreich und Luxemburg. In 18 Ländern stieg die Leistung in dem Zeitraum, in zehn anderen ist sie rückläufig. Insbesondere in Rumänien und Zypern fiel die Innovationsleistung deutlich. Der Wert Deutschlands ist überdurchschnittlich, hat sich im Vergleich zu 2010 jedoch so gut wie nicht verändert.

Gegenüber ihren Hauptkonkurrenten aus Kanada, Japan und den USA holt die EU laut Innovationsanzeiger weiter auf. Der Vorsprung vor China bestehe zwar weiterhin, schmilzt jedoch zunehmend ab, da das Reich der Mitte seine Innovationsleistung dreimal so schnell steigert wie die EU. 

Der im jährlichen Rhythmus veröffentliche Innovationsanzeiger gibt in vergleichender Bewertung Aufschluss über die Innovationsleistung der Mitgliedstaaten, gemessen an der internationalen Konkurrenz. Den EU-Mitgliedstaaten soll so geholfen werden, ihre Anstrengungen auf bestimmte Bereiche zu konzentrieren. 

Quelle: Europäische Kommission

Weitere Informationen/Links:

European Innovation Scoreboard

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