Deutsch-Französisches Forschungsnetzwerk geplant

Anlässlich des 6. Forums zur deutsch-französischen Forschungskooperation haben die zuständigen Ressortleiterinnen beider Länder eine gemeinsame Absichtserklärung verabschiedet. Mit einer Reihe von gemeinsamen Maßnahmen wird das Ziel verfolgt, den Innovationsstandort Europa im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu halten.

Geplant ist unter anderem ein deutsch-französisches Forschungsnetzwerk für Künstliche Intelligenz. Hier solle in Europa eine gemeinsame Vorreiterrolle eingenommen werden. Weiterhin stehen Initiativen in der Energieforschung, in der Forschung zu antimikrobiellen Resistenzen, in der zivilen und IT-Sicherheitsforschung sowie in den Geistes- und Sozialwissenschaften auf dem Programm. Auch die grenzüberschreitende Mobilität von Forschenden und Lernenden soll weiter ausgebaut werden.

In Bezug auf die EU-Ebene schlägt die Erklärung vor, dass sich der künftige European Innovation Council (EIC) auf die Unterstützung von Start-ups und weiterer transdisziplinärer öffentlich-privater Konsortien im DeepTech-Bereich konzentrieren solle. Das neue EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (Horizont Europa) wird als wichtiger Motor für den Europäischen Forschungsraum anerkannt, dessen Schwerpunkt künftig noch stärker auf transnationalen Kooperationsprojekten und Verbundforschung liegen solle.

Abwechselnd in beiden Ländern finden die Foren der deutsch-französischen Forschungskooperation alle drei bis vier Jahre statt. Erstmals kam das Forum im Jahr 2002 zusammen. Laut Bildungs- und Forschungsministerium (BMBF) stellen die Foren damit die zentrale Plattform für die Koordinierung der Forschungs- und Innovationsakteure beider Länder dar.

Quelle: BMBF

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