Anteil der Steinkohle am deutschen Energiemix sinkt deutlich

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hat die vorläufigen Zahlen zum deutschen Energiemix 2017 vorgelegt: Großer Gewinner ist vor allem die Windenergie, Verlierer Nummer eins ist die Kohle. Der Primärenergieverbrauch Deutschlands wird aufgrund der guten Konjunktur leicht von 13.420 auf 13.525 Petajoule steigen (+0,8 Prozent). Trotz des Anstiegs werden die CO2-Emissionen aufgrund des gestiegenen Anteils erneuerbarer Energien nicht zulegen.

Wichtige Befunde:

  • Der Mineralölverbrauch legte um 3 Prozent auf 4.675 Petajoule zu. Dies entspricht einem Anteil von 34,6 Prozent am Energiemix. Ursächlich dafür ist ein höherer Bedarf an Treibstoffen.
  • Es wurden 5,2 Prozent mehr Erdgas als 2016 verbraucht. Mit 23,7 Prozent bleibt Erdgas mit Abstand nach oben und unten die Nummer 2 im deutschen Energiemix. Vor allem der höhere Verbrauch in Kraftwerken ist für den Anstieg verantwortlich.
  • Steinkohle verlor 10,4 Prozent aufgrund der sinkenden Erzeugung aus Kraftwerken. Der Braunkohleeinsatz blieb weitgehend stabil.
  • Erneuerbare Energien legten um sechs Prozent zu und erreichten 13,1 Prozent (+0,6 Prozentpunkte im Vergleich zu 2016). Der Zuwachs wird vor allem durch einen starken Anstieg der Stromerzeugung aus Windkraftanlagen getragen (+34 Prozent). Auch Solar konnte um 5 Prozent zulegen.
  • Die Stromerzeugung liegt mit 654 TWh brutto leicht über dem Vorjahr. Erneuerbare Energien konnten ihren Anteil von 29 auf 33 Prozent erhöhen. 16 Prozent des deutschen Stroms stammen aus Windkraft (+4 Prozentpunkte). Der Anteil der Steinkohle sank von 17,3 auf 14,4 Prozent.
  • Der Inlandsstromverbrauch erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 600 TWh. Wie im Vorjahr werden netto 54 TWh ins Ausland exportiert.

 

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