Kommission will eine Milliarde Euro in europäische Supercomputer investieren

Die Europäische Kommission gab am 11. Januar bekannt, gemeinsam mit den Mitgliedstaaten in den Aufbau einer europäischen Supercomputer-Infrastruktur zu investieren. Ein neuer Rechts- und Finanzierungsrahmen in Form des Gemeinsamen Unternehmens EuroHPC (Cooperation Framework on High Performance Computing) soll den Erwerb, den Aufbau und die Einrichtung einer europaweiten Hochleistungsrecheninfrastruktur von Weltrang ermöglichen.

Der Beitrag der EU zum Gemeinsamen Unternehmen EuroHPC wird etwa 486 Mio. Euro betragen und innerhalb des laufenden mehrjährigen Finanzrahmens finanziert werden; ein ähnlicher Betrag ist von den Mitgliedstaaten und den assoziierten Ländern zu erwarten. Insgesamt sollen bis 2020 öffentliche Mittel in Höhe von etwa 1 Mrd. Euro investiert werden; private Mitglieder der Initiative werden voraussichtlich auch Sachbeiträge leisten.

Die EuroHPC-Infrastruktur wird der europäischen Industrie und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen besseren Zugang zu Supercomputern ermöglichen, damit sie innovative Produkte entwickeln können. Das Hochleistungsrechnen wirkt sich zunehmend auf viele Wirtschaftszweige und Unternehmen aus, denn es gestattet eine erhebliche Verkürzung der Entwurfs- und Produktionszyklen, eine Beschleunigung der Konzeption neuer Werkstoffe, Kostensenkungen, die Steigerung der Ressourceneffizienz und die Verkürzung und Optimierung von Entscheidungsprozessen. Zum Beispiel lassen sich die Produktionszyklen beim Fahrzeugbau mit Supercomputern von 60 Monaten auf 24 Monate reduzieren.

Quelle: Kooperation International

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