Neue Studie: Produktivität der Unternehmen steigt mit mehr Wissenskapital

In Deutschland werden jährlich rund 200 Milliarden Euro in wissensbasiertes Kapital investiert, wie etwa Forschung und Entwicklung, Software und Datenbanken, Marketing und Werbung oder technisches Design. Diese Investitionen erhöhen nicht nur die Produktivität von Unternehmen, sondern machen Investitionen in klassische Investitionsgüter wie Maschinen oder Gebäude effektiver. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in Rahmen einer neuen Studie, die am 24. Januar 2018 veröffentlicht wurde.

Anders als etwa in den USA wird derzeit in Deutschland mit etwa 320 Milliarden Euro jährlich noch mehr in Sachkapital investiert. Aber auch in einigen wichtigen deutschen Wirtschaftszweigen wird mittlerweile mehr in wissensbasiertes Kapital investiert, so im verarbeitenden Gewerbe oder im Sektor Information und Kommunikation. Nominal sind die die Investitionen in wissensbasiertes Kapital in den letzten Jahren zwar gestiegen, dies aber in gleichem Maße wie die Produktion der Unternehmen. Die meisten Wirtschaftszweige sind also in den letzten Jahren nicht wissensintensiver geworden.

Insbesondere in bedeutenden Industriezweigen wie Automobilbau, Maschinenbau, aber auch in der Herstellung von Datenverarbeitungstechnik, Optik und Elektronik oder in der Pharmaindustrie wird beson-ders viel investiert. Die größten Summen fließen hier in Forschung und Entwicklung. Im Dienstleistungssektor wird hingegen stärker in Organisation und Software investiert.

Quelle:

Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

Weitere Informationen/Links:

Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

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