Nachfrage nach europäischen Patenten steigt


Laut dem am 7. März 2018 veröffentlichten Jahresbericht des Europäischen Patentamts (EPA) sind im vergangenen Jahr 166.000 Patentanmeldungen eingereicht worden. Das entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von 3,9 Prozent und stellt damit einen neuen Höchstwert in der Geschichte des EPA dar.

Unternehmen und Einzelpersonen aus allen Teilen der Welt haben 2017 Patentanmeldungen beim EPA eingereicht. Die Zahl der europäischen Anmeldungen aus den 38 Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation (EPO) stieg um 2,8 Prozent und machten damit 47 Prozent des Gesamtvolumens aus. Die anmeldestärksten Länder waren die USA, Deutschland, Japan, Frankreich sowie China, welches mit einem erneuten Zuwachs in zweistelliger Höhe (+16,6 Prozent) die Schweiz überholte und erstmals in den Kreis der fünf größten Anmeldeländer aufstieg.

Zu den weiteren europäischen Ländern mit den meisten Patentanmeldungen gehören die Niederlande, Italien und Großbritannien. Deutschland verzeichnete ein Anmeldewachstum von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Medizintechnik bleibt das Technologiesegment mit der größten Anzahl Patentanmeldungen beim EPA (+ 6,2 Prozent), gefolgt von der Digitalen Kommunikation und der Computertechnik. Das stärkste Wachstum bei den zehn aktivsten Technologiefeldern verzeichnete die Biotechnologie (+ 14,5 Prozent), gefolgt von Arzneimitteln (+ 8,1 Prozent) und Messtechnik (+ 6,6 Prozent).

Erstmals in der Geschichte des EPA steht mit Huawei ein chinesisches Unternehmen an der Spitze der Firmen mit den meisten Patentanmeldungen. Siemens rückt vom sechsten auf den zweiten Platz vor, gefolgt von LG, Samsung und Qualcomm. In den Top 10 befinden sich vier Unternehmen aus Europa, drei aus den USA, zwei aus Südkorea und eines aus China.

Quelle: Europäisches Patentamt

Weitere Informationen/Links:

Annual Report 2017

Europäisches Patentamt

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