EU-Forschungsförderung ab 2021 in Grundzügen vorgestellt

Der Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation der Europäischen Union, Carlos Moedas, hat am 16. März 2018 bei einer Rede vor der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin die Grundzüge des künftigen neunten europäischen Forschungsrahmenprogramms ab dem Jahr 2021 skizziert. Dieses werde sich durch die Fortsetzung der erfolgreichen Förderung der Grundlagenforschung durch den Europäischen Forschungsrat (ERC), aber auch durch einen Perspektivwechsel hinsichtlich großer globaler Herausforderungen sowie bei der Innovationsförderung auszeichnen.

Ein Europäischer Innovationsrat (European Innovation Council, EIC) soll künftig mit einem klaren bottom-up-gesteuerten und nutzerorientierten Ansatz Innovatoren schnell und flexibel dabei unterstützen, ihre Ideen voranzubringen. Dazu werde es ab sofort bis 2020 eine mit 2,7 Milliarden Euro ausgestattete Pilotphase geben. Hervorgehoben wurde in diesem Kontext die Bedeutung der Grundlagenforschung. Nach Ansicht des EU-Kommissars habe sich Europa auch dank grundlagenorientierten Förderprogrammen bereits in den letzten Jahren als Ort der Forschung auf Weltniveau etabliert.
 
Geändert werden soll hingegen die Herangehensweise, großen globalen Herausforderungen zu begegnen. Die Wissenschafts- und Innovationslandschaft müsse noch interdisziplinärer und internationaler werden und die Gesellschaft noch mehr einbinden. Eine missionsgetriebene Wissenschaft solle die Gesellschaft dazu motivieren, sich gemeinsam den großen Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Dies sei nicht mit einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen allein und nur mit dem Rückhalt der Gesellschaft möglich.

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