Afrikanische Wissenschaftsakademie fordert Reform der Forschungs- und Innovationspolitik

In einer Anfang März 2018 vorgestellten Studie kritisiert die Afrikanische Wissenschaftsakademie fehlende oder unzureichende politische Konzepte zur Förderung von Wissenschaft, Technologie und Innovationen in vielen afrikanischen Staaten.

In ihrer Studie ruft die Afrikanische Wissenschaftsakademie (African Academy of Sciences, AAS) afrikanische Staaten dazu auf, den Fokus forschungspolitischer Vorhaben auf soziale und umweltbezogene Faktoren zu richten und sie zugleich näher an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen auszurichten. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die erfolgreiche Umsetzung einer wirksamen Wissenschaftspolitik durch mangelnde politische Kompetenz, fehlendes Personal, unzureichendes Monitoring und geringe Budgets begrenzt seien. Denn obwohl knapp die Hälfte der afrikanischen Staaten entsprechende Politik betreibe, beschränke sich diese auf kurzfristigen Zugewinn wirtschaftlich nutzbaren Know-hows, statt nachhaltige Entwicklung ganzheitlich und langfristig zu betrachten.

Angesichts der fortschreitenden technologischen Entwicklung und geschätzt über 840 Mio. Jugendlichen im Jahr 2050 wird eine Wissenschaftsagenda eingefordert, die dem rapiden Wachstum von Innovationstreibern wie Künstlicher Intelligenz, Robotik, Nano-, Bio- und Gentechnologie sowie Big Data Rechnung trägt und somit die Zukunftsfähigkeit afrikanischer Arbeitsmärkte sichert.

Quelle: Kooperation International 

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Kooperation International

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