Benchmarking-Studie zu Innovationen im intelligenten Transportsektor veröffentlicht

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Intelligente Verkehrssysteme (ITS) versprechen ein großes Potenzial, um den Personen- und Güterverkehr effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Dennoch stellt die systematische Markteinführung dieser Systeme eine Herausforderung dar. Das Horizont 2020 Projekt NEWBITS („New Business models for ITS“) zielt darauf ab, ein besseres Verständnis für sich dynamisch ändernde Anforderungen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Einsatz von ITS-Innovationen beeinflussen und daraus Lösungsansätze und Politikempfehlungen abzuleiten. Im Rahmen des Projekts wurde eine Benchmarking-Studie über die Verbreitung von Innovationen in drei spezifischen Bereichen des intelligenten Transportsektors erstellt: „Sharing Mobility“, „Mobility-as-a-Service“ (MaaS) und „Connected and Autonomous Vehicles“ (CAV‘s).

Der Studie zufolge besteht eine wesentliche Herausforderung – sowohl in Europa als auch in den USA – darin, eine kritische Masse an Nutzern zu erreichen, um die Verbreitung partizipativer Mobilitätskonzepte und damit im Zusammenhang stehender Innovationen zu fördern. Ein Versuch wurde bereits durch den massiven Einsatz von Tracking-Technologien sowie die Nutzung sozialer Medien unternommen.

Weitere vielversprechende Ansätze ergeben sich aus:

  • Der zunehmenden Interoperabilität und der Möglichkeit des Datenaustausches zwischen Plattformen.
  • Der Schaffung von Anreizen für die Umsetzung multimodaler Transportkonzepte.
  • Der Ausweitung steuerlicher Vorteile sowie der Implementierung unterstützender Politikmaßnahmen.
  • Der Schaffung einer vertrauenswürdigen Nutzergemeinschaft.

Die Verbreitung von Mobility-as-a-Service (MaaS) steht in Europa noch am Anfang, in den Vereinigten Staaten hingegen verhindern organisatorische und institutionelle Barrieren den Einsatz bisher gänzlich.

Als treibende Kräfte, welche die Verbreitung innovativer Mobilitätskonzepte voranbringen, stellten sich im Rahmen der Studie heraus:

  • Die Bereitschaft potenzieller Nutzer, sich von einem PKW-basierten Transport abzuwenden.
  • Das Vorhandensein einer großen Anzahl von Betreibern, die elektronische Zahlungsmöglichkeiten anbieten und sich dritten Akteuren gegenüber öffnen.
  • Die zunehmende Zusammenarbeit zwischen Interessenvertretern und –akteuren.
  • Das Schaffen zusätzlicher Anreize für potenzielle Nutzer.
  • Die Einbeziehung von MaaS auf politischer Ebene, d.h. in regionalen Transportstrategien.

Auf der anderen Seite existieren hemmende Faktoren, wie beispielsweise:

  • Hoher Markt- und Wettbewerbsdruck
  • Mangel an staatlicher Subventionen sowie spezifischer Steuererleichterungen
  • Immanenter finanzieller Druck auf öffentliche Verkehrsbetriebe

Die Benchmarking-Studie für vernetzte und autonome Fahrzeuge (CAVs) hat außerdem gezeigt, dass in Bezug auf die zugrundeliegenden Technologien und Konzepte weitere kritische Faktoren existieren, die vor allem die Akzeptanz seitens der Nutzer, die Zahlungsbereitschaft, den Datenschutz sowie ethische, haftungsbedingte und regulatorische Fragestellungen betreffen.

Das Projekt wird von der EU unter dem Horizont 2020 Programm unter Grant Agreement Nr. 723974 gefördert.

Die Steinbeis 2i GmbH ist als Projektpartner für die internationale Kommunikation des Projekts, Zusammenführung und Verbreitung der Forschungsergebnisse verantwortlich.

Kontakt:

Dr. Kristin Dallinger,
Tel: +49 711 123 4049
E-Mail: dallinger@steinbeis-europa.de

Quelle:

Steinbeis-Europa-Zentrum
Willi-Bleicher-Str. 19
70174 Stuttgart

Anette Mack
Tel.: +49 711 / 123-4023
E-Mail: mack@steinbeis-europa.de

Weitere Informationen/Links:

Projektwebsite

Studie in engl. Sprache

Steinbeis-Europa-Zentrum

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