Schwerpunktthema 2015/2016

Wirtschaft digital. Grenzenlos. Chancenreich.

Quelle: DIHK

Die Digitalisierung ist einer der größten Trends unserer Zeit. Sie betrifft kleine und mittel-ständische Familienunternehmen genauso wie Großkonzerne. Da die Digitalisierung die Entwicklung der gesamten Wirtschaft branchenübergreifend beeinflusst hat sich neben „Industrie 4.0“ der Begriff „Wirtschaft 4.0“ etabliert.

Die Digitalisierung betrifft alle Bereiche und Geschäftsabläufe eines Unternehmens:

  • die Geschäftsmodelle
  • die Geschäftsprozesse
  • die Produktion und Dienstleistungen
  • den Umgang mit Kunden
  • die Mitarbeiter

Durch die steigende Vernetzung von Geräten und Personen werden steigende Mengen an Daten produziert, aus denen neue geschäftsrelevante Erkenntnisse entstehen. Für die Unternehmen besteht die Herausforderung die Erkenntnisse für eine effizientere Unternehmensführung und für individuelle und kundenorientierte Services zu nutzen. Die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien sowie die Nutzung der verfügbaren Daten wird über die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft entscheiden.

Mit der Digitalen Agenda hat die Bundesregierung im August 2014 eine inhaltliche Orientierung für den Umgang mit der Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltungen und der Gesellschaft vorgelegt. Der DIHK und die IHKs setzen sich im Rahmen des Schwerpunktthemas für  2015 und 2016 „Wirtschaft digital. Grenzenlos. Chancenreich.“ mit Chancen und Auswirkungen der Digitalisierung auseinander.

Laut einer Umfrage des DIHK sieht fast die Gesamtheit aller befragten Unternehmen einen Einfluss der Digitalisierung auf ihre Geschäfts- und Arbeitsprozesse sieht. Mehr als ein Drittel der Befragten gibt an, dass sich die digitale Transformation positiv auf die Umsatzentwicklung auswirkt. Mit einer Zunahme der Mitarbeiterzahl rechnen 23 Prozent der Unternehmen. Der Investitionsbedarf wird laut 82 Prozent der Betriebe steigen. Über die Hälfte sehen zudem höhere Qualifizierungsanforderungen. In der Industrie werden beispielsweise passgenaue Aus- und Weiterbildungsangebote für die Zusammenarbeit des Menschen mit den Maschinen, den zunehmend intelligenten Systemen, notwendig. Da zuverlässige und vertrauenswürdige  Informations- und Kommunikationssysteme unerlässlich sind, nimmt die Bedeutung der Themen Recht und Sicherheit der Daten für die Unternehmen zu. Über ein Informations-Managementsystem, eine Voraussetzung für die Informationssicherheit, verfügen bisher jedoch wenige der befragten Unternehmen. Ein Hemmnis sehen kleine und mittlere Unternehmen besonders im unzureichenden Breitbandanschluss. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist jedoch eine Grundvoraussetzung für den digitalen Wandel.

Weitere Ergebnisse der Befragung finden Sie im IHK-Unternehmensbarometer „Wirtschaft 4.0: Große Chancen, viel zu tun“ (Link).

E-Book "Witrschaft digital"

Weiterhin hat der DIHK ein E-Book zum Diskussionsstand und zu Beiträgen der IHK-Organisationen zu ausgewählten Digitalisierungsthemen (u. a. Breitbandausbau, digitale Kompetenzen, Industrie 4.0, Handel, Verkehr und Logistik, Big Data, Rechtsfragen) veröffentlicht. Das E-Book im PDF-Format finden Sie hier (Link) und im epub-Format auf der Seite des DIHK zum Schwerpunktthema Digitale Wirtschaft (Link).

Mittelstand Digital

Mit dem Netzwerk „Mittelstand Digital“ unterstützt das BMWi den effizienten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien. Das Netzwerk setzt sich aus verschiedenen Förderprojekten zusammen. Potenziale von eBusiness-Lösungen sollen durch die Netzwerkarbeit erschlossen und deren Anwendung gestärkt werden. So werden neben vielzähligen Informationsbroschüren (z. B. Online-Marketing, Cloud), Praxisbeispiele zur Nutzung von Möglichkeiten des E-Business aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen angeboten. Zudem bieten die eBusiness-Lotsen des eKompetenz-Netzwerks deutschlandweit praxisnahe IKT-Informationen und regionale Veranstaltungen an.

www.mittelstand-digital.de

Zur Klärung themenspezifischer Fragen im Kontext Industrie 4.0 haben sich vier „Mittelstand 4.0- Agenturen" gegründet, bei denen Unternehmer Informationen und Ansprechpartner zu den Themenkomplexen Cloud, Prozesse Kommunikation und Handel finden.

  • Mittelstand 4.0-Agentur Cloud: Einsatz von Cloud-Computing-Technologien (Link)
  • Mittelstand 4.0-Agentur Prozesse: Einsatz von digitalem Prozess- u. Ressourcenmanagement (Link)
  • Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation: Digitale Kommunikationsprozesse, Wissensmanagement, eLearning und Innovationsmanagement (Link)
  • Mittelstand 4.0-Agentur Handel: Technologien im Digitalen Handel (z. B. eRechnung) (Link)

Weiterhin hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie regionale Kompetenzzentren eingerichtet, die angelehnt an den vorhandenen wirtschaftlichen Fokus der Region, praxisnahe Informationsangebote verschiedener Formate z. B. Veranstaltungen, Qualifizierungsangebote für Mitarbeiter und individuell zugeschnittene Angebote bereitstellen.

In der Region Niedersachsen und Bremen richtet sich das Angebot des Kompetenzzentrums Hannover (Link) insbesondere an Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe. Es wird von den Instituten des Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) und dem Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) getragen.

Zehn weitere Kompetenzzentren werden ebenfalls im Laufe des Jahres 2016 deutschlandweit ihre Arbeit aufnehmen. Weitere Informationen finden sie auf der Seite von „Mittelstand-Digital“ (Link).

Zukunftschance Digitalisierung

Das BMWI bietet mit dem Wegweiser „Zukunftschance Digitalisierung“ einen Überblick über die fünf wichtigsten Handlungsfelder (Geschäftsmodelle, Geschäftsprozesse, Kunden, Produktion, Mitarbeiter) der Digitalisierung und erläutert anhand dieser den Mehrwert der digitalen Transformation für Unternehmen. Ergänzt werden diese mit Beispielen aus der Praxis.

Den Wegweiser (Link) finden Sie auf der Seite des Netzwerks Mittelstand Digital.

 

 

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