Ihr Azubi ist gut vorbereitet! Und Sie?

Den Ausbildungsstart sollten auch Betriebe gut planen

Die Sommerferien stehen vor der Tür – die perfekte Zeit für Urlaub. Doch vorher gibt es noch viel zu tun: Denn direkt im Anschluss, zum 1. August bzw. 1. September, beginnt das neue Ausbildungsjahr und die neuen Lehrlinge kommen. Nicht nur Auszubildende sollten sich auf ihren künftigen Arbeitgeber vorbereiten – auch die Betriebe sollten sich im Vorfeld ein paar Gedanken machen, damit der Berufsstart rund läuft.

Formalitäten zu Beginn

  • Wurde der Ausbildungsvertrag abgeschlossen und eingetragen?
  • Sind alle Unterlagen des Azubis eingegangen?

           –Steueridentifikationsnummer
           –Sozialversicherungsnachweis
           –Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse
           –Ggf. Aufenthaltserlaubnis für ausländische Azubis

  • Wurde bei dem Azubi eine ärztliche Untersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz durchgeführt?
  • Ist der Einarbeitungsplan fertig?
  • Ist der erste Arbeitstag für den Azubi geplant?
  • Sind alle Inhalte des Ausbildungsplans abgedeckt? (BBiG § 14)

Was tun bei Problemen während der Ausbildung?

Wenn es zu Problemen in der Ausbildung kommt, hilft häufig ein klärendes Gespräch zwischen Ausbilder und Lehrling – im zweiten Schritt kann auch ein IHK-Ausbildungsberater dazu kommen. Zusätzlich gibt es viele Unterstützungsangebote der Bundesagentur für Arbeit, wie die ausbildungsbegleitenden Hilfen oder die assistierte Ausbildung. Ein weiteres Angebot, das kostenlos zur Verfügung steht, ist das Projekt „VerA – Stark durch die Ausbildung“. Hier begleiten erfahrene Mentoren die jungen Menschen bei fachlichen, aber auch sozialpädagogischen Problemen.

Azubis integrieren – Tipps für einen guten Start

Signalisieren Sie Ihrem Auszubildenden aufrichtiges Interesse – viele Informationen können Sie dem Lebenslauf entnehmen:

  • Machen Sie sich schlau: Welche Schule hat der Auszubildende vorher besucht?
  • Wissen Sie etwas über die Hobbies?
  • Welche Praktika wurden absolviert?

Mitarbeiter informieren

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter. Wissen alle Kollegen Bescheid, dass ein neuer Azubi anfängt? Sobald der oder die Neue im Betrieb angekommen ist, sollten Sie ihn oder sie im Betrieb vorstellen. Das ist für alle Beteiligten eine schöne Geste, die das Eis bricht.

Bereiten Sie den Arbeitsplatz vor

Gibt es einen festen Arbeitsplatz, an dem wenn nötig, ein Computer mit ausreichend Software und allen wichtigen Laufwerkzugriffen steht? Liegen alle notwendigen Schlüssel und Arbeitsmaterialien bereit?

Benennen Sie doch einen Paten

Aller Anfang ist schwer, erleichtern Sie Ihrem Azubi den Einstieg, indem Sie einen Paten benennen. Ein offenes Ohr und Antworten auf Fragen zur Kleiderordnung, Betriebskultur, privaten Internet- oder Smartphonenutzung, helfen dem Azubi, sich schnell zu Recht zu finden.

Behalten Sie die Zeit im Blick!

Für Minderjährige gelten besondere Regeln, etwa bei den Arbeitszeiten. Sie dürfen maximal acht Stunden pro Tag arbeiten. Die Nachtruhe von 20 bis 6 Uhr muss eingehalten werden. Außerdem dürfen Minderjährige nur an fünf Tagen in der Woche arbeiten. Die beiden Ruhetage sollten nach Möglichkeit aufeinander folgen.

Mit einem gelungen Start fühlen sich die neuen Auszubildenden gut im Unternehmen aufgenommen. Gut strukturierte Rahmenbedingungen und offene Ansprechpartner erleichtern es den jungen Kollegen zudem, in ihren neuen Lebensabschnitt einzusteigen. Damit machen Betriebe den ersten Schritt für motivierte, loyale und lernwillige neue Mitarbeiter.

Suchen mit Artikel-ID