Ausbildung

Ausbildungsberatung ist eine zentrale Aufgabe der Industrie- und Handelskammer

Die IHK unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen in allen Fragen der Ausbildung, sie leistet konkrete Hilfe bei Schwierigkeiten aller Art und vermittelt bei Streitigkeiten zwischen Auszubildenden und Ausbildungsbetrieb. Die Überwachung der beruflichen Ausbildung ist nach dem Berufsbildungsgesetz eine der Pflichtaufgaben der IHKs. In § 45 Absatz 1 beauftragt das Berufsbildungsgesetz die IHKs, Ausbildungsberater zu bestellen, die die Berufsausbildung in den Unternehmen durch Beratung fördern und überwachen. Nach § 23 des Berufsbildungsgesetzes haben die IHKs festzustellen, ob ein Unternehmen zur Berufsausbildung geeignet ist.

Über ihren gesetzlichen Auftrag hinaus akquirieren die IHKs unter anderem neue Ausbildungsstellen bei ihren Mitgliedsunternehmen. Kommt es, etwa durch Insolvenz, zur Auflösung eines Unternehmens, helfen die IHKs bei der Vermittlung der Auszubildenden in neue Stellen. Um Angebot und Nachfrage nach Ausbildungsstellen in der Region besser auszugleichen, bringen sich die IHKs durch geeignete Angebote (etwa Lehrstellenbörsen) aktiv in die Lehrstellenvermittlung ein.

Während der Ausbildung stehen die Ausbildungsberater Unternehmern, Auszubildenden und deren Erziehungsberechtigten, Berufsschullehrern, Betriebsräten und Jugendvertretungen als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Berufsausbildung zur Verfügung.

Ausbildungsprüfungen

Am Ende der Berufsausbildung muss ein Auszubildender seine berufliche Handlungskompetenz nachweisen. Dazu führen die Industrie- und Handelskammern (IHKs) schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen durch. Pro Jahr werden vor IHK-Ausschüssen rund 350.000 Abschlussprüfungen abgelegt. Auch die Zwischenprüfungen, die der Erfolgsermittlung während der Ausbildung dienen, werden von der IHK durchgeführt.