
Stimmung regionaler Dienstleister und Banken leicht verbessert
Dienstleister im Wirtschaftsraum zwischen Harz und Heide berichten über unverändert gute Umsätze wie Auftragslage und die regionale Bankenwelt sieht derzeit am Konjunkturhimmel keine schwarzen Wolken auf sich zuziehen. Das geht aus der aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig in der Dienstleistungsbranche und im Kreditgewerbe hervor.
Der von der Kammer ermittelte Konjunkturklimaindikator, der sowohl die aktuelle geschäftliche Lage der Unternehmen als auch ihre Geschäftserwartungen abbildet, notierte im ersten Quartal 2010 in beiden Wirtschaftszweigen leicht über dem Stand des Vorquartals. Im regionalen Sektor unternehmensbezogener Dienstleistungen erreichte er 131 Punkte (Vorquartal 126 Punkte) und in der Kreditwirtschaft 117 Punkte (Vorquartal 113 Punkte). Demnach berichten 47 (Vorquartal 49) Prozent der Dienstleister über eine gute und 10 (Vorquartal 13) Prozent über eine schlechte gegenwärtige Geschäftslage. Die meisten Kreditinstitute sind mit ihrer aktuellen Lage zufrieden, 29 (Vorquartal 37) Prozent werten sie sogar als gut.
Das aufgehellte Stimmungsbild im Dienstleistungssektor ist darauf zurückzuführen, dass über vierzig Prozent der befragten Unternehmen berichten konnten, sowohl das Umsatzvolumen als auch die Auftragseingangszahlen des Vorquartals wieder erreicht zu haben. Interessant ist im Rahmen der nach wie vor geführten Diskussionen zum Stichwort Kreditklemme, dass drei Viertel der unternehmensbezogenen Dienstleister die Auffassung vertreten, ihre Finanzierungskonditionen hätten sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Dreizehn Prozent stellten allerdings verschlechterte Kreditkonditionen vornehmlich hinsichtlich gewährter Zinskonditionen und Laufzeiten bei Kreditbedarfen für Investitionen und Betriebsmittel fest. Beklagt wird von betroffenen Betrieben auch, dass für sie sowohl der in diesem Zusammenhang aufzubringende eigene Finanzierungsanteil als auch der Aufwand für Dokumentationspflichten gestiegen ist.
Im Dienstleistungssektor rechnen knapp zwei Fünftel der befragten Betriebe zukünftig mit einer eher verbesserten Geschäftslage. Besonders frohgemut blicken dabei die Unternehmen der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft sowie der IT- und Medienwirtschaft nach vorne. Doch auch die Zeitarbeitsbranche und die Architektur- und Ingenieurbüros sind wieder etwas optimistischer gestimmt. In den Chefetagen der Unternehmensberatungen dagegen bestimmen Optimisten wie Pessimisten gleichermaßen das Klima. Insgesamt betrachtet erwarten 40 Prozent der Dienstleister eine sich verbessernde und 14 Prozent eine sich verschlechternde Geschäftslage. Dabei kann sich knapp ein Viertel der Betriebe vorstellen, etwas mehr Geld für Investitionen und auch Personalaufstockung in die Hand zu nehmen.
Im Bankensektor stellen die meisten befragten Institute eine in etwa gleich gebliebene Kreditvergabe an Unternehmen für Investitionen und als auch für Betriebsmittel fest. Auch das Volumen der Gewährung von Privatkrediten hat sich bei über zwei Drittel der Banken nicht verändert. In der Zukunft erwarten 19 Prozent der regionalen Banken eine sich verbessernde und 12 Prozent eine sich verschlechternde Geschäftslage. Deutlich über ein Drittel der Institute denkt dabei daran, Stellen abzubauen.