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Stimmung regionaler Dienstleister und Banken stabilisiert sich
Dienstleister und Banken im Wirtschaftsraum zwischen Harz und Heide sehen der zukünftigen Entwicklung ihrer Geschäfte gelassen entgegen. Das geht aus der aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig in der Dienstleistungsbranche und im Kreditgewerbe hervor.
Der von der Kammer ermittelte Konjunkturklimaindikator, der sowohl die aktuelle geschäftliche Lage der Unternehmen als auch ihre Geschäftserwartungen abbildet, notierte im dritten Quartal 2009 in beiden Wirtschaftszweigen leicht über dem Stand des Vorquartals. Im regionalen Sektor unternehmensbezogener Dienstleistungen erreichte er 111 Punkte (Vorquartal 106 Punkte) und in der Kreditwirtschaft 108 Punkte (Vorquartal 107 Punkte). Demnach berichten 38 (Vorquartal 29) Prozent der Dienstleister über eine gute und 16 (Vorquartal 21) Prozent über eine schlechte gegenwärtige Geschäftslage. Die meisten Kreditinstitute beschreiben ihre aktuelle Lage als befriedigend, 21 (Vorquartal 19) Prozent werten sie sogar als gut.
Im Bankensektor stellt ein Drittel der befragten Institute eine reduzierte Kreditvergabe an Unternehmen für Investitionen und Betriebsmittel fest. Das Niveau der Gewährung von Privatkrediten dagegen ist bei den meisten Banken in etwa gleich geblieben. Für die Zukunft erwarten 18 Prozent der regionalen Banken eine sich verbessernde und 21 Prozent eine sich verschlechternde Geschäftslage. Und es wird in der Branche hier vor Ort immer noch über Stellenabbau nachgedacht.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass ein Fünftel der unternehmensbezogenen Dienstleister der Auffassung sind, ihre Finanzierungskonditionen hätten sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Und zwar vornehmlich hinsichtlich gewährter Zinskonditionen und nachzuweisender Sicherheiten bei Kreditbedarfen für Investitionen und Betriebsmittel. Beklagt wird von betroffenen Betrieben auch, dass der Aufwand ihrer Dokumentationspflichten gestiegen ist und die Bearbeitungszeiten bei den Banken verstärkte Geduld erfordern.
Im Dienstleistungssektor kämpft dabei knapp ein Drittel der Unternehmen mit einem gesunkenen Umsatz und registriert zudem einen rückläufigen Eingang von Aufträgen. Mit Blick auf die Zukunft rechnen allerdings über die Hälfte der befragten Betriebe mit einer in etwa gleich bleibenden Geschäftslage. Besonders frohgemut blicken nur die Unternehmen der IT- und Medienwirtschaft nach vorne. Architektur- und Ingenieurbüros, Zeitarbeitsbranche, Unternehmensberatungen sowie die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft dagegen erwarten im Saldo eine eher ungüngstigere Entwicklung ihrer Geschäftslage. Insgesamt betrachtet erwarten 23 Prozent der Dienstleister eine sich verbessernde und 23 Prozent eine sich verschlechternde Geschäftslage.
Mit der Konsequenz, dass die meisten Betriebe die Anzahl ihrer Beschäftigten und das Niveau der Investitionen nicht wesentlich verändern wollen. Beschäftigungspolitisch reagieren Betriebe, die von einer nach wie vor schwierigen Situation betroffen sind, vornehmlich mit einer Reduzierung der Arbeitszeit sowie mit Kurzarbeit als auch Weiterbeschäftigungs- und Einstellungsverzicht. Und wenn in der Branche geplant ist, in den nächsten Monaten im Inland zu investieren, dann hauptsächlich in Rationalisierung und Ersatzbedarf.

