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Regionale Bankenkonjunktur stabil, Ernüchterung in der Dienstleistungswirtschaft
Die Dienstleister im Wirtschaftsraum zwischen Harz und Heide schauen leicht skeptisch nach vorne und die lokalen Banken lassen sich von den Wellen der internationalen Finanzmärkte kaum beeindrucken. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig in der Dienstleistungsbranche und im Kreditgewerbe hervor.
Der von der Kammer ermittelte Konjunkturklimaindikator im regionalen Sektor unternehmensbezogener Dienstleistungen fiel im zweiten Quartal 2008 leicht auf 130 Punkte (Vorquartal 149 Punkte). In der Kreditwirtschaft dagegen gewann er etwas an Boden und stieg auf 114 Punkte (Vorquartal 100 Punkte). Demnach beurteilen 59 (Vorquartal 70) Prozent der Dienstleister ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut und 9 (Vorquartal 6) Prozent beschreiben sie als schlecht. Unter den Banken finden 33 (Vorquartal 32) Prozent ihre derzeitige Lage gut, die überwiegende Mehrheit ist mit ihr immerhin zufrieden.
Erst eine Betrachtung der Unternehmenserwartungen für die Zukunft lässt tiefer blicken. Das Lager der Optimisten hat deutlich an Gewicht verloren und bricht von ehemals über 40 Prozent der Dienstleistungsbetriebe auf 22 Prozent ein. Nur noch die Werbebranche treibt das Stimmungbarometer nennenswert hoch. Ernüchterung respektive leichter Pessimismus dagegen prägen das Klima in der Immobilienwirtschaft, der IT- sowie Zeitarbeitsbranche und in den Architektur- und Ingenieurbüros. Eine ganze Anzahl von Firmen erwartet stagnierende Umsätze und steigende Preise. Viele Banken registrieren zudem bei leicht angezogenem Geschäft mit Privatkunden eine stagnierende Kreditvergabe an Unternehmen für Investitionen und auch Betriebsmittel. Doch die weltweiten Negativmeldungen über die Finanzmärkte drücken nicht allzu intensiv auf die Stimmung der regionalen Kreditwirtschaft. Das Lager der Optimisten konnte sich in diesem Wirtschaftszweig eines leichten Zulaufes in der Größenordnung von 10 Prozent erfreuen.
Nichtsdestotrotz wird der lokale Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten keine wesentlichen Impulse seitens der Dienstleistungs- und Kreditwirtschaft erfahren. Zwar planen die Dienstleister keine großen Entlassungen. Doch auch die Bereitschaft zu Stellenausschreibungen hat sich merklich abgekühlt. Von ehemals über 40 Prozent einstellungswilligen Betrieben sind derzeit knapp 29 Prozent übrig geblieben. Zwar ist bei über einem Fünftel der Banken eine Bereitschaft zum Personalaufbau erkennbar. Das ist immerhin erstmals seit langer Zeit in der Kreditwirtschaft wieder eine nennenswerte Größenordnung. Doch in ähnlichen Dimensionen, das ist der Wermutstropfen, wird nach wie vor auch der Stellenabbau geplant.

