Konjunkturumfrage I. Quartal 2001

Konjunkturumfrage I. Quartal 2001 - Regionale Industriekonjunktur schwächt sich ab

Entsprechend dem Bundestrend hat sich auch die Industriekonjunktur im Braunschweiger Wirtschaftsraum eingetrübt. Dies belegen die Umfrageergebnisse der IHK Braunschweig zum Konjunkturverlauf im ersten Quartal 2001. Demnach weist der jüngst ermittelte IHK-Konjunkturindikator einen Wert von +14 auf, nachdem er im Vorquartal noch bei +23 gelegen hatte. Bei der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage, die dem Konjunkturindikator zugrunde liegt, zeigt sich aber auch, dass die Stimmung der regionalen Industrie im Grundsatz nach wie vor positiv ist. So beurteilt mit 30 Prozent immer noch fast ein Drittel der befragten Industrieunternehmen die derzeitige Geschäftslage als gut. 54 Prozent der Unternehmen bezeichnen sie als befriedigend und nur 16 Prozent als schlecht.

Die Abschwächung des regionalen Konjunkturklimas ist dabei im wesentlichen auf die gedrückte Stimmungslage der Ge- und Verbrauchsgüterproduzenten und auf eine nochmalige Verschlechterung der Situation in der Bauwirtschaft zurückzuführen. Die Hersteller von Investitions- und Vorleistungsgütern vermelden hingegen unverändert gute Geschäfte.

Mehr als ein Drittel der von der IHK befragten Industrieunternehmen konnte in den zurückliegenden Monaten den Umsatz steigern. Ein weiteres Drittel verzeichnete gleich bleibende Umsätze, der Rest musste Einbußen hinnehmen. Auch wenn sich daraus ein leicht positiver Saldo ergibt, bleiben die Rückmeldungen der Betriebe damit erkennbar hinter den Werten der Vorquartale zurück. Auch das Auftragspolster der regionalen Industriebetriebe ist etwas dünner geworden. Zwar sehen 70 Prozent der Unternehmen ihren Auftragsbestand immer noch als ausreichend bzw. verhältnismäßig groß an; 30 Prozent empfinden ihn jedoch als zu gering, zumal sich die Auftragsbücher im ersten Quartal des laufenden Jahres nicht mehr so schnell gefüllt haben wie zuvor. Exportorientierte Unternehmen konnten allerdings von einer deutlichen Steigerung der Auftragseingänge aus dem Ausland profitieren.

Beim Blick auf die zukünftige Geschäftslage macht sich bei den regionalen Industrieunternehmen mehr und mehr Skepsis breit. Dennoch rechnen immer noch zwei Drittel der Befragten mit einer unveränderten oder verbesserten Geschäftslage. Ein Drittel erwartet eine eher ungünstige Entwicklung. Damit korrespondierend fallen auch die Umsatzerwartungen für die nächsten Monate verhaltener aus als in den vorherigen Umfragen. Impulse erhofft man sich in erster Linie von einer weiteren Zunahme des Exportgeschäfts. Aber auch in diesem Punkt sind die Einschätzungen nicht zuletzt infolge der Konjunkturabschwächung in den USA etwas zurückhaltender geworden.

Die Aussicht auf ein Abflachen der Konjunkturdynamik macht sich auch beim Blick auf die Investitionsbereitschaft der Industriebetriebe bemerkbar. Nur noch ein knappes Viertel der Unternehmen beabsichtigt, seine Investitionsausgaben im Inland zu steigern. Demgegenüber will ein Fünftel der Betriebe seine Investitionspläne kürzen. Obwohl der Saldo der Rückmeldungen damit immer noch im positiven Bereich liegt, muss festgestellt werden, dass die Investitionsneigung der Betriebe geringer geworden ist.

Auch ihre Beschäftigungsplanungen geht die regionale Industrie vorsichtiger an. Nachdem sich die Anteile der Betriebe, die von einer Zunahme bzw. von einem Rückgang der Beschäftigten ausgehen, im Vorquartal noch die Waage gehalten hatten, überwiegen nun wieder die Negativmeldungen. So erwarten mehr als 20 Prozent der Unternehmen eine Reduzierung ihres Personalbestands. Nur knapp 10 Prozent denken an eine Ausweitung ihres Arbeitsplatzangebotes. Gut zwei Drittel haben vor, ihren derzeitigen Personalstand zu halten.

IHK - Suche


Finden mit der Artikel-ID


IHK - Behindertenführer


Informationen für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer
Mehr dazu

IHK - Wirtschaft


Mehr Leser
Mehr Entscheider
Mehr Markt


Mediadaten und Anzeigenpreise
Mehr dazu

IHK - Service


Börsen, Register und Infosysteme

Mehr dazu

IHK - Lehrstellenbörse