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Druckdatum: 19.06.2013Seite drucken

IHK unterstützt Modellprojekt für Gymnasien


IHK unterstützt Modellprojekt für Gymnasien Führungskräfte der Wirtschaft als Mitgestalter des Schulunterrichts

Der 1. Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Braunschweig (IHK), Dr. Wolf-Michael Schmid, begrüßte am 17. Mai die Kultusministerin des Landes Niedersachsen, Renate Jürgens-Pieper, sowie 100 Schulleiter und Lehrkräfte der gymnasialen Oberstufe im Kongreßsaal der IHK zur Vorstellung des Projektes "Formel X". Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich ein Pilotvorhaben zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Lernens und Arbeitens im Braunschweiger Wirtschaftsraum. Ziel ist die Motivation von Schülerinnen und Schülern der 12. Klassen für ein ingenieurwissenschaftlich-technisches Studium.

Die Zahl der Studentinnen und Studenten ist insbesondere in den Fächern Maschinenbau und Elektrotechnik dramatisch zurückgegangen - bei hoher und steigender Nachfrage der Wirtschaft nach qualifizierten Ingenieuren. Die IHK Braunschweig hat diese Problematik schon vor mehreren Jahren erstmals aufgegriffen und mit Dekanen technischer Fachbereiche der TU Braunschweig in ihrer Vollversammlung diskutiert. Der IHK-Vizepräsident Dr. Wolf-Michael Schmid lobte nachdrücklich die neue Initiative der Kultusministerin, die mit dem "Formel X-Projekt" einen lang gehegten Wunsch der Wirtschaft nach einer stärkeren Zusammenarbeit mit den Schulen erfüllt. Er bezeichnete es als geradezu ideal, daß auch die Hochschulen der Region als Projektpartner eingebunden sind.

Für Gymnasien, die ein besonderes naturwissenschaftlich-technisches Profil entwickeln, umfaßt das Projekt Veranstaltungen in Schule, Unternehmen und Hochschule mit technischen Führungskräften ausgewählter Betriebe und Professoren. Dabei stehen für die Schüler Berufsbildpräsentationen und Fachdiskussionen mit Praxisbezug im Vordergrund. In neuen Unterrichtsformen können Leistungsnachweise erbracht werden, die in die Beurteilungen einfließen. Präsentation und Prämierung besonders gelungener Unterrichtsergebnisse sind vorgesehen.

Der besondere Anreiz besteht für die beteiligten Schulen in dem wechselseitigen Austausch von Lehrkompetenzen, der wechselseitigen Nutzung von Einrichtungen sowie dem dauerhaften Informations- und Beratungsangebot seitens der kooperierenden Hochschule und des kooperierenden Betriebes. Aufgabe der IHK ist es, gemeinsam mit den Kooperationspartnern Norddeutsche Landesbank und VW Coaching GmbH bei Unternehmen der Region für ein besonderes Engagement in diesem Pilotprojekt zu werben. IHK-Vizepräsident Dr. Schmid: "Unsere Volkswirtschaft ist auf die Bereitstellung technologisch weltweit führender Produkte und damit verbundener hochqualifizierter Dienstleistungen dringend angewiesen. Wesentliche Zukunftsaufgaben müssen vorrangig technisch-naturwissenschaftlich gelöst werden. Nur wenn wir junge Menschen weiterhin für eine Mitarbeit an der Lösung dieser Probleme begeistern können, werden wir die Zukunft erfolgreich gestalten."