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IHK-Konjunkturumfrage Handel I. Quartal 1999: Abschwächung im Handel
Der Konjunkturtest der Industrie- und Handelskammer Braunschweig (IHK) für das I. Quartal 1999 signalisiert eine Abschwächung im Handel. Der IHK-Konjunkturindikator für den Einzelhandel fiel von minus 5 auf minus 28. Der Wert für den Großhandel sank von null auf minus 18. Die in den vergangenen vier Quartalen beobachtete konjunkturelle Besserungstendenz im Einzelhandel hat damit einen herben Rückschlag erlitten. Nur noch 6 Prozent der Einzelhandelsbetriebe (Vorquartal 20 Prozent) beurteilen die aktuelle Lage gut, 60 Prozent (Vorquartal 55 Prozent) befriedigend und 34 Prozent (Vorquartal 25 Prozent) schlecht. Die Ausgabefreude der Verbraucher ist im I. Quartal spürbar gesunken.
Die Abschwächung traf schwerpunktmäßig den Fachhandel. Zwischen den Branchen gab es erhebliche Unterschiede: Der Kfz-Handel berichtet von einer durchaus zufriedenstellenden, wenn auch etwas eingetrübteren Geschäftslage bei sinkenden Umsätzen und größeren Lägern. Bücher und Zeitschriften liefen saisonal durchschnittlich. Schwach waren die Umsätze bei Textilien, Bekleidung und Schuhen. Einen ausgeprägten Rückschlag verzeichnete der Handel mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen.
Die Geschäftslage im Großhandel hat sich verschlechtert: 20 Prozent der Betriebe beurteilen die aktuelle Lage gut (Vorquartal 18 Prozent), 42 Prozent (Vorquartal 64 Prozent) befriedigend und 38 Prozent (Vorquartal 18 Prozent) schlecht. Der Handel mit Pharmazeutika und - leicht abgeschwächt - auch mit Brennstoffen lief im I. Quartal gut. Der Großhandel mit Holz und Baustoffen zog etwas an. Von befriedigenden Geschäften berichten der Landhandel und der Handel mit Werkzeugmaschinen.
Die Erwartungen des Einzelhandels sind eher gedämpft und an gleichbleibenden Umsätzen orientiert; etwas mehr erhofft sich der Großhandel.


