Stadtmarketingprojekt: "Wolfenbüttel muß in die Offensive gehen"

IHK-Wirtschaftsausschuß berät über Stadtmarketingprojekt: "Wolfenbüttel muß in die Offensive gehen"

Der Wettbewerb zwischen den Kommunen um wirtschaftliche Vorteile nimmt immer mehr zu. Dabei versuchen viele Städte ihre Wettbewerbsposition nicht nur durch werbliche Maßnahmen zu verbessern, sondern ihre Attraktivität in allen Bereichen vom Wochenmarkt bis zum Tourismus zu steigern. "Auch Wolfenbüttel muß in die Offensive gehen", lautete der Appell von Gerhard Teulings am 27. Januar vor dem Regionalen Wirtschaftsausschuß Wolfenbüttel der Industrie- und Handelskammer. Teulings berichtete von seinen Erfahrungen als Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH in Gelsenkirchen. Sein Unternehmen, an dem Stadt und Gelsenkirchener Wirtschaft je zur Hälfte beteiligt seien, so der Marketing-Experte, habe seit 1993 mit acht Mitarbeitern rund 400 Projekte durchgeführt und den Haushalt der 300.000-Einwohner-Stadt im Ruhrgebiet um 1,7 Millionen Mark entlastet.

Dieses Konzept sei auch von kleineren Städten wie Bocholt und Völklingen bereits erfolgreich umgesetzt worden. Voraussetzung ist nach Teulings eine begrenzte Anschubfinanzierung für maximal vier Jahre.

Nach dieser Zeit werde die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft sich aus den Erlösen von Marketingprojekten, Veranstaltungen und sonstigen Aktivitäten selbst tragen. Als Beispiele für Wolfenbüttel nannte Teulings die Durchführung der Wochenmärkte und eine effizientere Vermarktung der Lindenhalle.

Der Wolfenbütteler Unternehmer Fritz Bonacker sieht in dem Stadtmarketingprojekt auch eine Möglichkeit, die bisher ehrenamtlich geführte Werbegemeinschaft auf eine professionellere Basis zu stellen.

Nachdrücklich verlangte Stadtdirektor Werner Hühne eine realistische Einschätzung des Projektes und signalisierte, daß unter anderem die Bereiche Stadt-Information und Tourismus sowie Aufgabengebiete des Kulturamtes von der neuen Gesellschaft übernommen werden könnten.

Bevor es allerdings zu Entscheidungen kommt, soll Gerhard Teulings beauftragt werden, in den nächsten sieben Monaten ein maßgeschneidertes Konzept zu erstellen. Die dafür notwendigen 70.000 Mark müssen Stadt und Wirtschaft je zur Hälfte aufbringen. Die Wolfenbütteler Unternehmen werden in Kürze von der Stadt angeschrieben und aufgefordert, sich daran zu beteiligen.

Ausdrücklich hob der Ausschußvorsitzende Paul-Werner Huppert hervor, daß das Konzept die Potentiale von Wolfenbüttel aufzeigen und eine wirtschaftlich tragbare Konstruktion erkennen lassen müsse.

IHK - Suche


Finden mit der Artikel-ID


IHK - Behindertenführer


Informationen für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer
Mehr dazu

IHK - Wirtschaft


Mehr Leser
Mehr Entscheider
Mehr Markt


Mediadaten und Anzeigenpreise
Mehr dazu

IHK - Service


Börsen, Register und Infosysteme

Mehr dazu

IHK - Lehrstellenbörse