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Konjunkturumfrage Industrie IV. Quartal 1997: Konjunktureller Aufwärtstrend hält an
Die konjunkturelle Aufwärtsbewegung bei den Industrieunternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Braunschweig hat sich im IV. Quartal 1997 fortgesetzt. Der IHK-Konjunkturindikator verbesserte sich noch einmal und weist einen Wert von +11 (Vorquartal: 1) auf. 24 Prozent beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, 63 Prozent als befriedigend und lediglich 13 Prozent als schlecht. Die Produzenten von Vorleistungen erzielten sehr gute Zuwächse. Die Chemische Industrie und die Eisen- und Stahlindustrie konnten ihren Output steigern. Die Konjunktur der Investitionsgüterproduzenten, insbesondere der Automobilindustrie, hat sich spürbar belebt. Die konsumnahen Branchen äußerten sich dagegen weiterhin negativ zur momentanen Geschäftssituation. Insgesamt ist die Auftragslage bei den Betrieben stabil. Allerdings mußte ein leichter Rückgang bei den Auslandsaufträgen verbucht werden. Die Mehrheit betrachtet ihren Auftragsbestand als ausreichend.
Die positiven Erwartungen der Industrie im IHK-Bezirk Braunschweig hinsichtlich der zukünftigen Geschäftslage haben sich im IV. Quartal bestätigt. Die Chemische Industrie, der Bereich Metallerzeugung und -bearbeitung, der Maschinenbau und die Elektrotechnik rechnen mit einer besonders positiven Umsatzentwicklung. Gut ein Viertel der Befragten hofft, Preissteigerungen in 1998 durchsetzen zu können.
Der Export bleibt nach wie vor eine wichtige Stütze der Konjunktur, obwohl die Turbulenzen auf den ostasiatischen Finanzmärkten den Optimismus der befragten Unternehmen ein wenig gedämpft haben. Deutliche Einbrüche im Auslandsgeschäft werden aufgrund der günstigen internationalen Rahmenbedingungen jedoch nicht erwartet.
Die Investitionspläne der regionalen Wirtschaft wurden im Vergleich zur letzten Umfrage marginal nach unten korrigiert. Bei 26 Prozent (Vorquartal 35 Prozent) werden die Investitionsausgaben 1998 gegenüber 1997 steigen. Die zunehmende Nachfrage können die meisten Betriebe zur Zeit mit den vorhandenen Kapazitäten decken. Vor allem in der Elektrotechnischen Industrie sowie im Verlags- und Druckgewerbe ist die Investitionsbereitschaft überdurchschnittlich.
In der Braunschweiger Region hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt nicht verbessert, obwohl sich die Konjunktur spürbar erholt. Das vorhandene Personal in den einzelnen Betrieben kann die steigende Güternachfrage befriedigen. Vereinzelte Branchen, vor allem im Gebrauchsgüterbereich, planen kräftig zu rationalisieren und Arbeitskräfte freizusetzen.


