Neue Lösungen müssen her! - Das Ziel

Professor Dr. Frank Eggert
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Wenn Sie die Fördervoraussetzungen des IWiN Programms erfüllen und sich für den Methodenpass [IHK] (= Teilnahme an mind. 7 von 10 Moduln, Präsentation einer Hausarbeit) entscheiden, dürfen Sie mit Fördergeldern rechnen!

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Methodenpass [IHK] - Modul Kreativitätstechniken 


Angebotsnr.: IHK_MP_KT

Termin
09.04.2010 09:00 bis 17:00 Uhr und 10.04.2010 09:00 bis 12:30 Uhr

Neue Lösungen müssen her! - Das Ziel ist eine zündende Idee

Jeder kennt die Situation: Durch veränderte Rahmenbedingungen oder neue Anforderungen führen die bislang bewährten Vorgehensweisen nicht mehr zu den gewünschten Ergebnissen - neue Lösungen müssen gefunden werden. Jetzt ist Kreativität gefragt. Kreatives Denken und Handeln ist dabei immer auf bestimmte Problemstellungen ausgerichtet. Kreativität ist „die menschliche Fähigkeit, Neues hervorzubringen“. Sie besteht insbesondere darin, konventionelle, feste Denk- und Lösungsstrukturen aufzubrechen; dabei wird in der Regel eine neue Kombination vorhandener Wissens- und Erfahrungselemente vorgenommen. Wie jede Fähigkeit kann sie durch Anleitung, Übung und den Einsatz geeigneter Techniken gefördert werden.

Das Ergebnis eines kreativen Prozesses ist eine Idee, ein neues Konzept, ein Erfindungsgedanke, eine wissenschaftliche Hypothese. Ob ein „kreatives Produkt“ von Bedeutung ist, stellt sich erst im Nachhinein heraus. Daher sollte nicht zu früh bewertet, insbesondere verworfen werden. Erfolgreiche Innovationen weisen heute mehrere kreative Elemente auf: Die Einzelidee ist um weitere ergänzende und konkretisierende Aspekte zu vervollständigen. Ein „kreatives Produkt“ kann überall entstehen: Kreatives Denken sollte deshalb in allen Unternehmensbereichen gepflegt werden.

Ideenfindung in Gruppen

Gezielte Ideenfindung in Unternehmen wird in der Regel in Gruppensitzungen durchgeführt. Die optimale Gruppengröße liegt bei sechs bis acht Teilnehmern; darunter ist ein Moderator und evtl. ein Protokollant, der am Flipchart oder Laptop mitschreibt. Bei der Gruppenauswahl sollte vorzugsweise auf Mitarbeiter zurückgegriffen werden, die mit dem Thema vertraut sind, aber aus verschiedenen betrieblichen Funktionen kommen oder unterschiedliche Ausbildungen haben. So können für die technische Konkretisierung eines Innovationskonzepts Vertreter der Produktentwicklung, der Vorentwicklung, des strategischen Marketing, der Fertigungsplanung und der Unternehmensentwicklung zusammen kommen; auch Anwender oder Kunden sollten vertreten sein. Prinzipiell gibt es drei Ansatzpunkte, um das kreative Potenzial der Mitarbeiter zu fördern: das individuelle kreative Potenzial, das kreativitätsfördernde Umfeld und der kreative Prozess in der Gruppe.

Jeder hat kreatives Potenzial

Es liegt in der Verantwortung jedes Teilnehmers in einer Kreativitätssitzung, sich einzubringen und sein kreatives Potenzial zur Lösung der Aufgabe zu nutzen. Grundsätzlich besitzt jeder Mensch ein Potenzial für kreatives Denken, es ist nur individuell verschieden ausgeprägt und in unterschiedlichem Maße genutzt. Perspektivenwechsel und flexibles Springen zwischen unterschiedlichsten Lösungsansätzen sind wichtige Merkmale kreativen Denkens. Wesentlich für die Intensität und Beharrlichkeit, mit der an einer Problemlösung gearbeitet wird, sind die Identifikation mit der Aufgabenstellung und das Interesse an der Lösung (Motivation).

Umfeldbedingungen

Durch die Gruppensituation wird das kreative Denken gefördert: Das kreativitätsfördernde Umfeld hat häufig den Charakter eines Hygienefaktors: Es behindert die Kreativität; werden Barrieren jedoch abgebaut, so kann sich Kreativität entfalten, einen besonderen Schub erhält sie dadurch jedoch nicht. Jeder Mitarbeiter agiert in einem betrieblichen Umfeld, das durch die Unternehmenskultur, das Klima in der Abteilung oder im Unternehmen, die Organisationsstruktur, den Führungsstil des Vorgesetzten und die Verfügbarkeit von Ressourcen geprägt ist. Einzelne Faktoren dieses Umfeldes können das Team und einzelne Mitglieder entmutigen, Ideen zu generieren: Dazu gehören z.B. eine skeptische Haltung gegenüber Innovationen, ein zu enger Zeitplan (Stress), fehlende Ressourcen und Vorgesetzte, die innovative Vorschläge weder fördern noch fordern. Der kreative Prozess einer Gruppe kann durch den Einsatz von Kreativitätstechniken unterstützt werden. Diese bündeln das Potenzial aller und fokussieren die Gruppe auf das Finden von Lösungen für eine bestimmte Aufgabe. Kreativitätstechniken unterstützen das Finden von Ideen oder Lösungsansätzen. Grundlage sind bei allen Techniken bestimmte ideenanregende, so genannte heuristische Prinzipien wie Assoziieren, Abstrahieren, Analogien bilden, Kombinieren, Variieren usw. Diese Prinzipien finden sich in den einzelnen Techniken wieder. Wichtige Elemente für alle Kreativitätstechniken sind ebenfalls die Art der Visualisierung der generierten Ideen und die strikte Trennung zwischen Ideenfindung und Bewertung bzw. Auswahl. Kreativitätstechniken können von Individuen oder von einer Gruppe angewendet werden. Welche Technik wann anzuwenden ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In der Praxis haben sich die Methoden der freien Assoziation als Einstieg in Problemlöseprozesse bewährt. Auch kann es sinnvoll sein, verschiedene Anregungsprinzipien oder Techniken zu kombinieren (Bsp.: Bildkarten-Brainwriting) oder nacheinander durchzuführen. „Übung macht den Meister!“. Dieser Satz gilt auch und gerade für kreatives Denken.

Brainstorming

Die älteste Kreativitätstechnik ist das Brainstorming, das in den späten 1930er Jahren von Alex F. Osborn, dem Mitinhaber einer großen amerikanischen Werbeagentur, entworfen wurde. Durch Osborns Buch „Applied Imagination“ (1953), das in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt wurde, verbreitete sich diese Methode bis in die 1960er Jahre weltweit. Die Brainstorming-Regeln können als Grundlage für kreatives Arbeiten in Gruppen verwendet werden. Dabei sollte gelten:

  • So viele Ideen wie möglich generieren.
  • Keine Kritik an den Ideen.
  • Zuhören und Weiterentwickeln der Ideen.
  • Jede Idee ist willkommen.
  • Nicht zu früh aufhören.

Nur selten lässt sich eine Problemstellung des Innovationsmanagements mit einer Sitzung abschließend bearbeiten. Komplexere Aufgaben sollten deshalb in Kreativ-Workshops bearbeitet werden. In ein bis zwei Tagen können konzentriert mehrere Problemlösungszyklen durchlaufen werden; in der Innovationserarbeitung wird ein Fortschrittssprung erreicht. Für einen Workshop kann der Teilnehmerkreis problembezogen ausgewählt werden; auch externe Experten können hinzugezogen werden. Als Ergebnis eines Workshops sind einige wenige Lösungskonzepte herauszuarbeiten; für diese ist ein Aktionsplan für die nächsten Wochen aufzustellen.

Autoren:

  • Dr. Carsten Gundlach, Regionale Beratungsstelle im TechnologieTransferNetzwerk Hessen (TTN Hessen) in Nord- und Osthessen, Kassel und Fulda, e-mail: gundlach@kassel.ihk.de
  • Dipl.-Psych. Sabine General, Unternehmensberaterin, Darmstadt, e-mail: sabine.general@freenet.de

Zielgruppe

Inhaber & Management sowie Mitarbeiter in Stabsfunktion und/oder aus der operativen Ebene von Unternehmen, die den Innovationsgedanken im Unternehmen implementieren oder ausbauen möchten, Führungskräfte, Unternehmer, Mitarbeiter von Unternehmen und Organisationen sowie alle Personen, die am Erlernen verschiedenster Techniken zur Kreativitätsförderung interessiert sind, sie kennen lernen und aktiv anwenden möchten.

Inhalte

Brainstorming, Brainwriting, Mind Mapping, Umkehrtechnik, Stopp-Technik, Kreative Sprünge, Galeriemethode, Synectics, etc.

Ort

IHK Braunschweig
Brabandtstraße 11
38100 Braunschweig [google map]

Referent

Professor Dr. Frank Eggert, Universitätsprofessor für Psychologische Methodenlehre und Biopsychologie, Technische Universität Braunschweig

Teilnahmebedingungen, Preis

  • Das Teilnahmeentgelt beträgt pro Person 295 €. Das Entgelt enthält Arbeitsunterlagen, Getränke und Verpflegung.
  • Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine schriftliche Anmeldebestätigung per e-mail.
  • Die Teilnehmerzahl ist auf 16 begrenzt.
  • Bei Nichterscheinen des Teilnehmers bzw. einer verspäteten Abmeldung (weniger als acht Werktage vor der Veranstaltung) wird das gesamte Teilnahmeentgelt fällig. Eine Vertretung des angemeldeten Teilnehmers ist möglich.
  • Die IHK hat das Recht, bei nicht ausreichenden Anmeldungen Veranstaltungen abzusagen.

IHK-Zertifikat:

Die Teilnehmer erhalten für jede Veranstaltung eine Teilnehmerbescheinigung. Bei Teilnahme an mindestens sieben von zehn angebotenen Veranstaltungen und der Bearbeitung einer Fallstudie (Anwendung erlernter Methoden) wird das Zertifikat "Methodenpass IHK" erteilt.

Ansprechpartner


Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtschaftsing.
Peter Peckedrath

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