Reichen Erzvorkommen verdankte der Oberharz für Jahrhunderte seine Bedeutung als Zentrum des Bergbau- und Hüttenwesens. Im Jahre 1763 regte Henning Calvör an, eine mathematische Schule für Bergleute einzurichten. 1775 gegründet und 1864 in den Rang einer Bergakademie erhoben, erlangte die Oberharzer Ausbildungsstätte rasch internationales Ansehen. So kam Mitte des letzten Jahrhunderts die Hälfte ihrer Studenten aus Nord- und Südamerika.
In den sechziger Jahren kam es zu weitreichenden strukturellen Veränderungen: neue Voll-studiengänge wie Chemie, Physik, Mathematik und Maschinenbau bis hin zur Verfahrenstechnik führten im Jahre 1968 zur Umbenennung der Hochschule in "Technische Universität Clausthal". Es folgten weitere innovative, richtungsweisende Studiengänge wie zum Beispiel innerhalb der letzten Jahre Umweltschutztechnik, Energiesystemtechnik, Wirtschaftsmathematik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen.
Schwerpunkte der Forschung und Lehre an der TU Clausthal sind heute die Materialwissenschaften, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Informationstechnik sowie Studiengänge, die wirtschaftswissenschaftliche Inhalte mit natur- und ingenieurwissenschaftlichem Hintergrundwissen verschmelzen. Rund 100 Professoren, 450 wissenschaftliche Mitarbeiter und rund 3000 Studierende sorgen für eine übersichtliche Struktur, in der interdisziplinäre Forschung groß geschrieben wird.
1986 wurde der Forschungsverbund Umwelttechnik ins Leben gerufen, auf dessen Initiative 1989 ein wirtschaftsnahes Umwelttechnikinstitut, die CUTEC GmbH, gegründet wurde. Das Theoretische Physik und Mathematik werden im Arnold-Sommerfeld-Institut zusammengeführt. Im Polymerzentrum werden neue chemische Materialien und Werkstoffe entwickelt. Das Informationstechnische Zentrum widmet sich der Anwendung der Informatik in den Ingenieurdisziplinen. Drei Sonderforschungsbereiche charakterisieren weitere Forschungsschwerpunkte der TU Clausthal: Konstruktion verfahrenstechnischer Maschinen, Magnesiumtechnologie und Fertigen in Feinblech.
Die persönliche Studienatmosphäre, die Vielzahl der Hochschulpartnerschaften, die Chance an der drittmittelstarken TU Clausthal bereits als Student in Forschungsarbeiten eingebunden zu werden, dies macht die Attraktivität der Hochschule für die Studierenden aus. Gemeinsame Projekte zwischen Industrie und Hochschule sowie für die Studierenden Diplomarbeiten in der Industrie sind Ausdruck des Praxisbezuges der Lehre und Forschung an der TU Clausthal.
Ansprechpartner für Technologietransfer:
Technische Universität Clausthal
ZTW-Technologietransfer
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Tel.: (05323) 72 7754
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