Unternehmergespräch
Trotz Finanzkrise: Die Erfolgsgeschichte geht weiter - 21.11.2008
Die Finanzkrise spitzt sich zu, der Ölpreis sinkt unter 70 Dollar je Barrel – trotzdem bleibt Kurt Beilner weiterhin optimistisch. Der Chef des Ölbohrdienstleisters Weatherford in Berkhöpen bei Peine rechnet kaum mit Beeinträchtigungen seines stark gewachsenen Betriebs. Dabei kann sich Beilner noch an ganz andere Zeiten erinnern.
Herbst: Marktführer bei Spezialmaschinen für unter Tage - 03.09.2008
Spezialmaschinen und Spezialfahrzeuge made in Braunschweig sind in vielen deutschen Bergwerken und Lagerstätten für radioaktive Abfälle im Einsatz. Sie sind für die ganz besonderen Anforderungen unter Tage entwickelt worden. Deshalb sind sie robust, sehr niedrig und extrem sicher. Das Unternehmen HFH Herbst Förder- und Hebetechnik ist auf diesem interessanten Nischenmarkt Marktführer in Deutschland und geht nun auch auf Auslandsmärkte. Für die nächsten Jahre ist ein kräftiges Wachstum geplant, kündigt Unternehmens-Chef Siegfried G. Herbst im Gespräch an.
ckc: Vom Ein-Mann-Betrieb zum größten Softwarehaus der Region - 06.06.2008
»Wir wollen in den nächsten fünf Jahren unter die Top 25 der deutschen IT-Dienstleister.« Dieses ehrgeizige Ziel nennen die beiden Vorstandsmitglieder des Braunschweiger Software-Unternehmens ckc AG, Christian Krentel und Karsten Kisser, im Gespräch. Was heißt: Der Umsatz, der 2007 rund 30 Millionen Euro betrug, müsste sich bis dahin verdoppeln. ckc hat bisher schon eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Es wurde 1989 von Krentel als Ein-Mann-Betrieb gegründet. Heute beschäftigt das Familienunternehmen an acht Standorten in Deutschland 350 Mitarbeiter. Es ist inzwischen das größte Softwarehaus in der Region. Krentels Erfolgsrezept:
Wie gefährlich ist die Globalisierung für deutsche Jobs, Herr Auerswald? - 02.04.2008
Es war der Firmenchef Gerhard Auerswald, der darauf drängte, eine aus Kostengründen in China begonnene Produktion wieder zurück nach Schandelah in den Landkreis Wolfenbüttel zu holen. »Das geht nicht«, sagten seine Mitarbeiter, »unsere Leute sind zu teuer.« Trotz der Skepsis einiger Mitarbeiter blieb Auerswald hartnäckig. Der 55-jährige Diplom-Ingenieur bestand darauf, alle Produktionsschritte noch einmal genau zu prüfen, ob eine Fertigung in Deutschland nicht doch rentabel sein kann.
Das Stahlbauunternehmen Wentz in Langelsheim - »Die Zahl unserer Facharbeiter wird deutlich steigen« - 08.02.2008
»Es war ein hartes Stück Arbeit, den Betrieb wieder aufzubauen und in Schwung zu bringen« sagt Felix Wentz. Drei Jahre hatte er nach seinem Bauingenieur-Studium im Familienbetrieb in Langelsheim gearbeitet, als dieser Insolvenz anmelden musste. Nach reiflicher Überlegung und mit viel Unterstützung des Insolvenzverwalters, etwa bei der Erstellung eines Businessplans, startete der damals 27-Jährige im Herbst 2006 ein neues Stahlbau-Unternehmen.
»Nicht nur die Windkraft sorgt für kräftigen Aufwind« - 05.10.2007
Die Auftragseingänge steigen von Monat zu Monat. In vielen Vertragsgesprächen geht es kaum noch um die Preiskonditionen, sondern lediglich um die Frage des Lieferzeitpunkts. Maschinenbauunternehmen wie die FMA-Elstermann GmbH & Co. KG in Wendeburg im Landkreis Peine stehen derzeit unter Volldampf. Firmenchef Jürgen Elstermann ist sicher, dass sich diese Entwicklung auch 2008 fortsetzt.
GALILEO – zurück in die Zukunft - 05.06.2007
Erschienen in: Die andere Meinung IHK wirtschaft 6/2007.
„Wir sagen ganz klar: Wir wollen in Braunschweig Arbeitsplätze schaffen“ - 05.04.2007
Schlagzeilenmacher, Jobmotor, Retter des Planeten – das Thema Erneuerbare Energien rückt immer stärker in den Mittelpunkt. Die Solvis GmbH & Co KG, Solar- und Heiztechnikhersteller aus Braunschweig, zählt zu den Impulsgebern der Branche. Im Interview verraten die beiden Geschäftsführer Helmut Jäger und Klaus-Henning Terschüren, warum die Solvis-Produkte so gefragt sind, wie wichtig Solarenergie für die Zukunft ist und auf welche Weise ihre Nullemissionsfabrik funktioniert.
Musikgenuss ohne Kabelsalat - 06.03.2007
Udo Borgmann hat viele Ideen, wie man die perfekte Klangwelt im Wohnzimmer oder in der Stadthalle, im Bahnhof oder in der Disco, im Luxusliner oder in einer Nobelkarosse inszenieren kann. Er ist Chef eines kleinen, aber höchst kreativen Entwicklungsunternehmens im Technologiepark Braunschweig, das Spezialist in der digitalen Audiotechnik ist. Im Gespräch fallen ihm spontan immer wieder neue Produktchancen und Einsatzmöglichkeiten ein. Doch hat er als Unternehmer gelernt, sich auf einige wenige Produkte zu konzentrieren und diese offensiv zu vermarkten.
C&S-Group aus Wolfenbüttel: „Wir sind weltweit die Nr. 1“ - 06.07.2006
Professor Wolfhard Lawrenz gehört nicht zu den Leisetretern hierzulande, seine Sätze zeugen von einem gesunden Selbstvertrauen. „Wir sind die Retter der Autoindustrie“, sagt Lawrenz. Wir – das ist die C&S-Group aus dem Fachbereich Informatik der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel. C&S (communication & systems) zählt wohl zu den interessantesten Unternehmen in der Region, und dafür gibt es gleich zwei Gründe.
Dr. Cordes: Neue Therapien für verrostete Stahlteile und umgekippte Gewässer - 05.07.2006
Dr. Arno Cordes (50) ist ein konservativ denkender Unternehmer, der in dem rasant wachsenden Markt der Biotechnologie tätig ist. Worauf Cordes sehr zurückhaltend, ja sogar kritisch reagiert, ist das Gebahren von manchen Risikokapital-Gebern. Sein Unternehmen, die ASA Spezialenzyme GmbH, mit Sitz in Wolfenbüttel, ist weltweit erster Anbieter für die Entrostung von Stahlteilen mit Hilfe der Biotechnologie und hat sich darüber hinaus mit der „Reinigung“ von Teichen und Seen einen Namen gemacht. Zu dem beeindruckenden Kundenstamm gehören die Autostadt und Bosch. Ein weiteres Standbein des Unternehmens sind Enzyme, mit denen zum Beispiel bei der Olivenverarbeitung die Ölausbeute um bis zu 20 Prozent erhöht werden kann.
MAN setzt auf den „Zukunftsstandort Salzgitter“ - 06.06.2006
Der MAN-Werkleiter, Oliver Schubert, ist für die Lkw-Montage am Standort Salzgitter optimistisch. „SZ“ übersetzt er mit „Standort Zukunft“ und hat dafür erstaunliche Zahlen parat. So ist die Produktivität im Verantwortungsbereich der Geschäfteinheit „Schwere Lkw“ im Werk Salzgitter, in dem Lkw, Achsen und Kurbelwellen produziert werden, in den letzten Jahren um ca. 40 % gestiegen. MAN hat in Salzgitter mehr als 20 Millionen Euro für Kapazitätserweiterungen für die Lkw-Montage investiert, unter anderem in eine neue Ein-Linien-Fertigung. Wurden vor drei Jahren knapp 10 000 schwere Lkw montiert, werden es in diesem Jahr über 20 000 sein; ein Plus von 100 Prozent. Darüber hinaus wurde ein neues zukunftsfähiges Geschäftsfeld „ckd“ nach dem Modell „Truck in the box“ aufgebaut. Am Standort Salzgitter sind ca. 3000 Mitarbeiter beschäftigt.
Gleitlager für die Queen Mary II - 05.05.2006
Nicht nur der Luxus-Liner Queen Mary II wird von einem Dieselmotor mit Gleitlagern aus Braunschweig bewegt. Die Zollern BHW Gleitlager GmbH & Co. KG gehört zu den drei größten Herstellern von Gleitlagern und ist bei Dieselmotoren für Container- und Kreuzfahrtschiffe weltweit die Nr. 1. Das Unternehmen hat im März den höchsten Monatsumsatz und das beste Betriebsergebnis in der Firmengeschichte erzielt. Die weltweite Nachfrage ist geradezu explodiert, das Auftragspolster könnte kaum größer sein. Am Stammsitz in Braunschweig sind heute 380 Mitarbeiter beschäftigt, weitere 110 in Osterode. Der Umsatz, den Geschäftsführer Dr. Ulrich Engel (61) mit 50 Millionen Euro beziffert, wurde ausschließlich mit Gleitlagern erzielt. Nur durch sie kann auch die Kurbelwelle ihre Arbeit verrichten.
Hoffmann: Wieder im Geschäft mit Rolls Royce - 04.01.2006
Rolls Royce Aerospace, Caterpillar, ZF, DaimlerChrysler und Hyundai – in der langen Kundenliste finden sich viele klingende Namen und der Auftragsbestand ist so groß wie nie zuvor. Die Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH in Lengede im Landkreis Peine, die mit weltweit 150 Mitarbeitern einen Umsatz von 20 Millionen Euro (Gruppe) erwirtschaftet, ist kerngesund. Jung, agil und begeisterungsfähig – der Firmenchef Tobias Hoffmann schreibt nicht nur regelmäßig tiefschwarze Zahlen, sondern verfügt zudem über eine nicht alltägliche Eigenkapital-Quote von 70 Prozent. Zum Kerngeschäft des expandierenden Unternehmens gehört der Bau von Filteranlagen zur Schleifölaufbereitung, mit in Teilbereichen führender Stellung auf dem Weltmarkt.
Erhebliches Marktpotenzial - 29.11.2005
Am 24. November 2005 wurde der Technologietransferpreis der IHK Braunschweig an Professor Dr. Manfred Peters von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, PTB, für sein Engagement bei der Überführung eines Zahnimplantatsystems mit neuer Verbindungstechnologie verliehen. Durch das Implantat-System von Professor Peters öffnet sich für den Heraeus-Konzern ein neues Geschäftsfeld. Wir fragten Maria-Johanna Schächer, Divisionsleiterin des Bereichs Implantate, nach dem Marktpotenzial.
Hochaktiver Unternehmer – Rasantes Wachstum - 24.10.2005
Der Unternehmer Helmut Streiff zählt zu den bekanntesten Persönlichkeiten Braunschweigs mit einem guten Geschäftssinn. Sein Name steht heute für eine vielgliedrige Firmengruppe, die neben dem Standbein Verpackungen und Logistik zum Beispiel auch im Elektronik-Bereich tätig ist, mit über 800 Mitarbeitern und 117 Mio. Euro Umsatz. Auch in diesem Jahr ist Helmut Streiff, der sich als Vizepräsident und in zahlreichen anderen Funktionen bei der IHK engagiert, hoch aktiv. So errichtet er gerade im Braunschweiger Industriegebiet Hansestraße ein neues Logistikzentrum mit einer Nutzfläche von 21.500 Quadratmetern, das an den Computer-Großhändler ALSO vermietet werden soll. Wir sprachen mit Helmut Streiff aus Anlass des 125-jährigen Jubiläums von Streiff & Helmold, der Keimzelle der Streiff-Gruppe.
Biobase: Mit Bio-Datenbanken weltweit Nr. 1 - 17.05.2005
Nach einem Labor sucht man bei Biobase in Wolfenbüttel vergeblich. Der heute weltweit größte Anbieter von biologischen Datenbanken ist ein reiner Content Provider, der in den letzten Jahren eine fulminante Entwicklung hingelegt hat. In einer Rangliste der am schnellsten wachsenden deutschen Technologie-Unternehmen belegte Biobase in der Zeit von 1999 bis 2003 mit einem Wachstum von über 2000 Prozent den 5. Platz. Und der Höhenflug geht weiter: Durch die Übernahme des doppelt so großen amerikanischen Unternehmens Proteome steigt der Umsatz um weitere 200 Prozent. In diesem Jahr rechnen die beiden Firmenchefs Professor Edgar Wingender und Michael Tysiak mit einem Gesamtumsatz von 6 Millionen US-Dollar. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 23 auf 66.
Röthele: „Der Standort Clausthal ist der Beste“ - 07.03.2005
„Alles mit Maß!“ steht über dem Eingang der neuen Betriebsstätte, die zwischen Ahorn-Alleen, Oberharzer Fichten und spiegelnden Wasserflächen am Rande von Clausthal-Zellerfeld in einem ehemaligen Bergbaugebiet liegt. Rund sieben Millionen Euro hat die Sympatec GmbH in den Neubau investiert. Das Unternehmen produziert Geräte zur Messung von Partikeln mittels Laserbeugung und gilt in Teilbereichen dieser Technologie als Weltmarktführer. |
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