
- Oeding ist die erste und bisher einzige Druckerei in der Region, die den Kunden klimaneutrales Drucken ermöglicht, freut sich Frauke Oeding-Blumenberg.
Foto: Jörg Scheibe
Oeding Unternehmensgruppe
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Klimaneutrales Drucken: Oeding will Vorbild sein
Die besorgniserregenden Prognosen zur Erwärmung der Erdatmosphäre haben den Klimaschutz zu einem drängenden Thema gemacht, das auch die Unternehmen nicht ignorieren können. Als erste und bisher einzige Druckerei in der Region hat sich das Braunschweiger Druckhaus Oeding einem Emissions-Check unterzogen und bietet seinen Kunden die Möglichkeit, klimaneutral zu drucken.
"Bei jedem Produktionsprozess entstehen Treibhausgase - direkt und indirekt durch den benötigten Strom", erläutert die Firmenchefin Frauke Oeding-Blumenberg, "selbst wenn wir mit dem modernsten Maschinenpark sowie den effektivsten Filtern arbeiten und Energiesparlampen verwenden." Trotzdem gäbe es einen Weg, klimaneutral zu drucken, indem die verursachten Emissionen durch die Förderung von zertifizierten Klimaschutzprojekten ausgeglichen werden. Dazu arbeitet das Druckhaus Oeding mit dem Münchner Beratungsunternehmen Climate Partner zusammen, das die gesamte Prozesskette durchleuchtet. Welches Papier und welche Chemikalien werden eingesetzt? Wie groß ist der Stromverbrauch? Wie erfolgt die Auslieferung der Druckerzeugnisse an den Kunden?
Mit Hilfe eines Kalkulators, so Frauke Oeding-Blumenberg, lässt sich die CO2-Bilanz jedes Auftrags ermitteln. Dabei werde auch die vermehrte Nutzung von Ökostrom sowie von Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft berücksichtigt. Die noch verbleibenden Emissionen würden dann durch den Ankauf von Zertifikaten ausgeglichen. Oeding-Blumenberg: "Climate Partner investiert ausschließlich in international anerkannte Klimaschutzprojekte."
Und was bedeutet das für den Kunden der Druckerei? Die klimaneutrale Produktion ist zwischen 0,5 und 1,5 Prozent des Auftragswertes teurer. Dafür darf der Kunde ein Logo verwenden, mit dem Hinweis, dass seine Produkte klimaneutral gedruckt worden sind.
Für Frauke Oeding-Blumenberg ist klimaneutrales Drucken mehr als ein Marketingargument. "Wir positionieren uns als innovatives und engagiertes Unternehmen, dass vor notwendigen Veränderungen nicht die Augen verschließt", sagt sie und weist darüber hinaus auf den Imagegewinn gegenüber Mitarbeitern und Kunden hin. Im Übrigen zeige die gute Resonanz, dass auch die Kunden im klimaneutralen Drucken durchaus ein Wettbewerbsargument sähen.



