Wer in Deutschland geforscht hat

macht leichter international Karriere

Wer in Deutschland geforscht hat, macht leichter international Karriere

Humboldt-Stiftung evaluiert ihr Stipendienprogramm. 

Wer als junger Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung in Deutschland gearbeitet hat, macht später in der Regel erfolgreich Karriere in der Wissenschaft. Das zeigt die jetzt veröffentlichte Evaluation des Stipendienprogramms: Weit über 80% der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die vor 20 oder mehr Jahren ihr Stipendium erhielten, wurden Full Professor. Von den Stipendiaten der 90er-Jahre sind bereits 65% Full Professor und unter denen der letzten zehn Jahre haben bereits rund 30% diese Karrierestufe erreicht. Diese Zahlen gelten für die große Mehrheit der Humboldtianer, die der Forschung dauerhaft treu bleiben, nur rund 20% der Alumni sind hauptberuflich in anderen Bereichen tätig. 

Die befragten internationalen Stipendiaten, die für ein bis zwei Jahre nach Deutschland kommen, um hier mit einem deutschen Kooperationspartner zusammenzuarbeiten, schätzen die Bedeutung des Stipendiums und des Forschungsaufenthalts für ihre Karriere als hoch ein. Über 90% sehen die hierdurch erworbene wissenschaftliche Qualifikation als wichtig oder sehr wichtig für das berufliche Fortkommen an. Auch dem Renommee des Stipendiums, den Kontakten zu Wissenschaftlern in Deutschland und der Deutschlanderfahrung im Allgemeinen wird ein hoher Einfluss auf die Karriere zugeschrieben. 

Für die Evaluation wurden die rund 17.000 zwischen 1970 und 2009 vergebenen Forschungsstipendien untersucht. Hierzu wurden die Kontakt- und Förderdaten der Stiftung ausgewertet und eine elektronische Befragung unter Stipendiaten und Gastgebern in Deutschland sowie Interviews und Fallstudien durchgeführt. Neben den Karriereverläufen der Humboldtianer wurden unter anderem auch die Vernetzung der Stipendiaten untereinander, ihre dauerhaften Kontakte zu und ihr Bild von Deutschland, die Zufriedenheit ihrer Gastgeber und der Ertrag der Kooperationen mit positivem Ergebnis ausgewertet. 

Kontakt/Quelle:

Alexander von Humboldt-Stiftung
Kristina Güroff
Regine Laroche
Jean-Paul-Str. 12
53173 Bonn
Tel.: +49 228 / 833-144 o.455
Fax: +49 228 / 833-441
e-mail: presse@avh.de 

Georg Scholl
Pressesprecher
Tel: +49 228 / 833-258 

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